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Allgemeiner Zahnersatz

Im medizinischen Fachbereich Prothetik beschäftigt man sich mit dem Zahnersatz. Ein Zahnersatz wird immer dann benötigt, wenn natürliche Zähne verlorengegangen sind. Dabei können einzelne Zähne ersetzt werden oder ganze Zahnreihen.

Festsitzender Zahnersatz

Den Zahnersatz kann man einteilen in

  • Festsitzender Zahnersatz
  • Herausnehmbarer Zahnersatz

Weitere Informationen zum herausnehmbaren Zahnersatz (Totalprothese und Teilprothese) finden Sie im Fachbereich Allgemeine Prothetik.

Zum festsitzenden Zahnersatz zählen Kronen, Brücken und Veneers.

Kronen

Vollkeramikkronen

Bei dieser Form des Zahnersatzes wird auf ein Metallgerüst, das zur Verstärkung eingesetzt werden kann, verzichtet. Dies hat einen positiven ästhetischen Effekt. Die Vollkeramikkrone passt sich perfekt an das Zahnbild an und ist vom natürlichen Zahn kaum zu unterscheiden. Die Vollkeramikkrone kann auch als Onlay über Kauffläche und Zahnhöcker angebracht werden. Dieser Zahnersatz hat neben der Ästhetik den Vorteil, dass er sehr gut verträglich ist, allergische Reaktionen sind bisher nicht bekannt. Bei Bruxismus (Zähneknirschen) wird allerdings von einer Vollkeramikkrone abgeraten.

Weitere Informationen dazu unter Zahnersatz aus Vollkeramik.

Verbund-Metall-Keramik-Kronen (VMK)

Die Keramikkrone wird im Innern durch ein Metallgerüst verstärkt. Hier wird Haltbarkeit mit Ästhetik kombiniert, um ein Ergebnis auf höchstem Niveau zu erzielen. Die Verbund-Metall-Keramik Krone kommt dann als Zahnersatz zum Einsatz, wenn der Zahnstumpf massiv verfärbt ist und durch die Vollkeramikkrone hindurchscheinen würde. Aber auch, wenn der Patient unter Bruxismus leidet.

Goldkronen

Goldkronen – Zahnexperten – Forum

Die Goldkrone wird auch als Vollgusskrone bezeichnet. Dieser Zahnersatz hat den Vorteil, dass das Gold sehr gut verträglich ist und kaum allergische Reaktionen hervorruft. Aus ästhetischen Gründen werden Vollgusskronen heute nur noch selten verwendet. Häufiger zum Einsatz kommen die Galvanokronen. Sie bestehen zu 99 Prozent aus Gold, werden aber noch mit einer Keramikschicht verblendet, so dass der Zahnersatz natürlich aussieht.

Jacketkronen

Die Jacketkronen sind Vollkerarmikkronen, die früher im Bereich der Frontzähne eingesetzt wurden. Sie wurden als Verblendkronen genutzt. Der Metallstift war in der Krone fest verankert. Heute besteht der Stift meist aus Keramik und wird vor der Krone separat angebracht. Diese Art des Zahnersatzes wird nur noch dann eingesetzt, wenn es sich als letzte Möglichkeit erweist, um den Zahn zu retten - also bei stark zerstörten und wurzelbehandelten Zähnen.

Kronen können nicht nur auf einem natürlichen Zahnstumpf angebracht werden, sondern auch bei komplettem Zahnverlust auf Implantaten.

Brücken

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Bei Zahnverlust kann der Zahnarzt die Zahnlücke auch mit Hilfe einer Brücke schließen. Die Zähne, die sich direkt neben der Lücke befinden, dienen als "Brückenpfeiler", auf ihnen wird die Brücke verankert. Die Zähne, die als Pfeiler dienen, werden abgeschliffen, um die Brücke darauf zu befestigen. Die Brücke selbst schließt mit dem Zahnfleisch über der Zahnlücke ab, so dass ein ästhetisches Ergebnis erzielt wird. Nachteil: Muss einer der angrenzenden Zähne gezogen werden, ist meist auch die Brücke verloren.

Es gibt unterschiedliche Brückenarten.

Schwebebrücke: Diese Form des Zahnersatzes ist sehr hygienisch, da der Zahnersatz unterspülbar ist. Die Schwebebrücke sitzt nicht auf dem Kiefer auf, sondern ist in einem Bogen über der Lücke befestigt und daher unterspülbar. Verwendet wird sie in erster Linie im nicht sichtbaren Bereich der Backenzähne.

Basisbrücke: Sie wird immer dann verwendet, wenn eine Lücke von einem oder mehreren Zähnen im Frontbereich zu schließen ist. Sie sitzt direkt auf dem Kiefer auf. Da diese Brücken im sichtbaren Bereich eingesetzt werden, ist es besonders wichtig, dass sie unauffällig sind und sich optisch an die natürlichen Zähne anpassen. Bei diesem Zahnersatz ist die Mundhygiene ein besonders wichtiger Aspekt, da sich unter der Brücke schnell übelriechende Bakterien bilden können.

Freiendbrücke: Bei dieser Brückenart kann nur eine Zahnlücke geschlossen werden. Sie wird von zwei zusammenhängenden Ankerzähnen an einer Seit gehalten und nur an einer Stelle von einem Anker gehalten und ist daher nur bedingt belastbar. Die Reinigung erweist sich als schwierig, daher ist auch bei dieser Zahnersatzform auf gute Hygiene im Mund zu achten.

Verbundbrücke: Sie wird auch als Kombinationsbrücke bezeichnet. Hier wird die Brücke an einem Zahn und an einem Implantat verankert. Der Vorteil ist, dass dadurch nur ein Zahn beschliffen werden muss. Wird die Brücke nur von einem Implantat gehalten, spricht man von einer Implantatbrücke.

Klebebrücke: Die Klebebrücke wird auch als Adhäsivbrücke bezeichnet. Sie hat auf beiden Seiten einen Anker. Bei dieser Technik wird der Anker allerdings festgeklebt. Bei diesem Zahnersatz müssen die Kronen der benachbarten Zähne nicht extra beschliffen werden. Zur sicheren Befestigung wird lediglich die Zungenseite der Nachbarzähne für die Klebestellen der Anker leicht angeschliffen.

Herausnehmbare Brücken: Die meisten Brücken sind fest im Gebiss verankert. Sie werden immer dann eingesetzt, wenn entweder mehrere Lücken vorhanden sind oder wenn bereits große Lücken mit einer Brücke geschlossen wurden und der Restzahnbestand zu gering ist.

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