3D-Implantatplanung
Der Einsatz von Implantaten erfordert ein höchstes Maß an Präzision. Früher hat man vorwiegend mit 2-dimensionalen Röntgenbildern gearbeitet. Seit einigen Jahren gibt es ein neues Verfahren. Mit Hilfe von computergestützten 3D-Planungsprogrammen ist es heute möglich; ein exaktes 3-dimensionales Bild der individuellen Situation anzufertigen.
In den 1980er Jahren wurden Zahnimplantate überwiegend an den Stellen platziert, an denen ausreichend stabiler Knochen vorhanden war. Diese Stellen waren allerdings nur selten optimal für einen ästhetisch ansprechenden und funktionell richtigen Zahnersatz. Durch die 3D-Implantatplanung hat sich die Implantologie in den letzten 20 Jahren deutlich weiterentwickelt und auch das ästhetische Aussehen von Zahnersatz auf Implantaten hat sich stark verbessert.
Mit einer modernen, computergestützten Planungssoftware können viele Schritte, die bei der Implantation wichtig sind, simuliert und optimal vorausgeplant werden. In vielen Fällen ist es dadurch möglich, dass ein Implantat gesetzt werden kann, ohne dass der Zahnarzt das Zahnfleisch aufklappen muss. Für den Patienten ist dieses Verfahren angenehmer und hat weniger Schmerzen und Schwellungen zur Folge. Des Weiteren kann in vielen Fällen durch die 3D-Implantatplanung die Operationszeit verkürzt und die Osseointegration verbessert werden.
Durch die 3D-Implantatplanung ist es für den Zahnarzt und den Patienten möglich, das zu erwartende Resultat im Voraus zu erkennen. Der Zahnarzt ermittelt bei großen Eingriffen mit mehreren Zahnlücken wie die Kaufunktion und das ästhetische Resultat nach dem Eingriff aussehen werden.
Neben der Ästhetik und der Herstellung der Kaufunktion kann man durch die 3D-Implantatplanung auch eventuelle Risiken erkennen und vermeiden. Beispielsweise erkennt man die Lage wichtiger Nerven und Blutbahnen und die Nasennebenhöhlen und kann durch dieses Wissen vermeiden, anatomische Strukturen zu verletzen.
Doch nicht nur der Zahnersatz soll ästhetisch aussehen, auch die "rosa"-Ästhetik spielt eine immer größere Rolle. Daher wurde im Jahr 2005 auf dem ICOI Weltkongress in Straßburg der neue Fokus auf das Weichgewebemanagement gerichtet.
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